«Üse Stapi» wurde abberufen


Zum ersten Mal
habe ich Alex «Tschäppu» Tschäppät auf einem Podium in Baden erlebt, Anfang der Neunzigerjahre war’s. Es ist kein Zufall, dass ich mich weder an das das Thema noch die anderen Teilnehmer auf der Bühne erinnern kann. Aber Tschäppät sehe ich noch heute vor mir, wie er dort sitzt, aufrecht, mit akkurat geschnittenem Bart und schlecht gebundener Krawatte. Er hört konzentriert zu. Wenn er spricht, sind seine Voten stringent, bildlich, er setzt Zäsuren, um Spannung aufzubauen, zerpflückt die Argumente seiner Kontrahenten, ohne zu verletzen, und holt so Punkt für Punkt. Eine Show ist es trotzdem nicht, dieser Verlockung kann er widerstehen. Pointen bringt er keine, das Thema ist zu ernst.

Tschäppät ist ein Riesentalent.

1991 war er in den Nationalrat gewählt worden, im Jahr 2000 folgte der Sprung in die Stadtberner Exekutive, vier Jahre später erreichte er das Ziel seiner Träume: Stadtpräsident. Endlich in den Fussstapfen seines Vaters! Der legendäre Reynold Tschäppät verstarb 1979, im Amt. Jetzt ist Alex, sein zweiter Sohn, bei ihm. Am Freitag wurde er, 66-jährig und 16 Monate nach seinem Rücktritt als Stadtpräsident, abberufen. Der Krebs war stärker. «Jede chunnt u jede geit», sang Tinu Heiniger einmal.

Die rhetorische Brillanz von Alex Tschäppät führte oft zur Einschätzung, sie sei seine einzige echte Kompetenz. Ich hatte die letzten 15 Jahre ab und an beruflich mit ihm zu tun, eine Geschäftsbeziehung gab es allerdings nie. In meiner Beobachtung war er schnell im Kopf, er wusste sofort, wie das Spiel läuft, zog wie ein Mittelfeldregisseur die Fäden und konnte sich auf seinen Instinkt verlassen. Übersetzt in die Politik heisst das: Er spürte sofort, wie ein Gremium tickt und konnte die Stimmung im Raum präzis einschätzen. Diese Eigenschaften machten ihn zu einem erfolgreichen Verhandler. Er war einer der gewieftesten Politiker der letzten 25 Jahre, der hartnäckig und mit Raffinesse für seine Anliegen und seine Stadt, die er über alles liebte, kämpfte.

Bern hat ihm viel zu verdanken. Erst in ein paar Jahren wird uns bewusst sein, was wir an ihm verloren haben.

Alex Tschäppät liebte das Leben, und wenn seine Zunge gut geölt war, was wir in Bern, halt doch ein Dorf, regelmässig mitkriegten, schauten wir indigniert weg. Auch sein offensiver Charme gegenüber Frauen wurde immer wieder Thema. All die Jahre diskutierten wir leidenschaftlich über «Tschäppu», wie Christof Gertsch in einem wunderbaren «Magazin»-Porträt Ende 2016 aufzeigt. Vermutlich alle Menschen in dieser Stadt könnten eine Anekdote mit ihm erzählen – an der Tramhaltstelle, in der Beiz, am YB-Match. Er liess niemanden kalt.

Die meisten Politiker sind auch Schauspieler. Tschäppät aber spielte keine Rollen: Er war einfach Tschäppät. Wenn er beispielsweise hässig war, zeigte er es auch. Das machte ihn berührbar, unverwechselbar, und deshalb mochten ihn die Menschen. Und er mochte sie. Er war «üse Stapi».

Die Partner-Anzeige: analog und anonym

Seit Oktober letzten Jahres ist meine Firma in der Berner Matte zu finden – ein Übergangsstandort. Für Nicht-Ortskundige: Die Matte ist das Quartier, das früher bei Hochwasser oft dramatische Bilder hergab. Zum letzten Mal im Sommer 2005, als die wütenden Fluten sogar Autos aareabwärts rissen.

Der Dreh- und Angelpunkt des Quartiers ist das „Matte“-Lädeli. Es wird rege frequentiert, Anwohnerinnen und Pendler besorgen hier ihre kleinen Einkäufe. Ich halte es seit Beginn auch so, mal ist es ein Laib Brot, mal Käse – und wenn der Zuckerspiegel zusammenfällt, tue ich das einzig richtige: Ich kaufe Schoggi. Subito.

Gestern entdeckte ich beim Eingang des Lädelis eine weisse Karte, die an der Wand klebt: „Frau sucht Mann.“ Und darunter steht „1.81 / 51“. Die Typografie ist zeitlos schön.

Eine analoge Anzeige im Zeitalter von Online-Dating à la Tinder – das ist unendlich romantisch. Und typisch für die Matte. Eine Möglichkeit, mit der Frau, 1.81 / 51, in Kontakt zu treten, gibt es übrigens nicht. Oder nicht mehr. Der untere Teil Karte wurde abgerissen. Hoffentlich vom Richtigen.

Womöglich löst die „Brunne-Zytig“, so heisst das gedruckte Organ der unteren Altstadt, in der nächsten Ausgabe diese Geschichte auf: der Anfang einer Liebesgeschichte, wie sie noch kein Romancier je hingebracht hat. Hach, nur schon beim Gedanken daran, komme ich ins Schwelgen. Vielleicht… vielleicht sollte ich den Roman gleich selber schreiben.

Das Toto zu den Berner Wahlen 2016

Kostenlos mitmachen, Bargeld gewinnen und zugleich eine soziale Institution unterstützen – das ist unser traditionelles Wahl-Toto.

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Bei den US-Präsidentschaftswahlen vor Wochenfrist holten sich die Demoskopen eine blutige Nase. Anstelle einer Prognose für die Stadtberner Wahlen vom 27. November gibt es dafür bloss ein Wahl-Toto. Die Ausgangslage ist so spannend wie schon lange nicht mehr, die Akteure kämpfen nervös um jede Stimme, und das kontrastiert mit dem üblichen “gäng wie gäng”. 

Meine Kommunikationsagentur Border Crossing AG ist bei diesen Wahlen nicht involviert. Dafür lancieren wir jetzt das inzwischen traditionelle Gratis-Toto, um den Wahlgang spielerisch anzustossen. Im Sinne einer vorgezogenen Weihnachtsaktion finanziert meine Firma den vollen Wetteinsatz von 10 Franken pro Totozettel.

Die Gesamtsumme geht zur Hälfte an den Sieger bzw. die Siegerin und die Gassenküche Bern. Früher spendeten wir die Erlöse des Totos an Médecins sans Frontières, das Buskers Bern und die Caritas.

Der Totozettel zum Herunterladen:

Wahltoto Stadt Bern – Wahlen 2016 (Word)

Eingabeschluss ist am Sonntag, 27. November 2016 um 12 Uhr. Dann schliessen auch die Wahlurnen.

 

Entscheidungshilfen bzw. Dossiers zu den Berner Wahlen 2016:

BZ Berner Zeitung
Der Bund
Regionaljournal Bern/Fribourg/Wallis von Radio SRF

 

Nachtrag vom 1. Dezember 2016

Insgesamt haben sich 112 Personen an unserem Wahltoto beteiligt. “Bund”-Redaktor Basil Weingartner hat es mit 1700 Punkten gewonnen, herzliche Gratulation. Seinen Gewinn von 560 Franken spendet Weingartner dem Förderverein Variant, der in der Region der bulgarischen Stadt Targoviste humanitäre und Jugendprojekte unterstützt. Die weiteren 560 Franken haben wir der Gassenküche Bern überwiesen.

Das Buskers, das Bünzlitum und das Partyvolk

Kein anderer Grossanlass passt besser zur Altstadt Berns als das Buskers. Vor der 13. Ausgabe dieses Strassenmusik-Festivals kommt Kritik auf. Es sei zu laut, reklamieren Anwohner, und “Der Bund” verstärkt diese Kritik mit einer fetten Story. Derzeit durch die Wälder Schwedens pedalend, habe ich gestern davon erfahren. Zuerst wurde ich wütend. Gedanken über Bern, das Bünzlitum und eventisierte Anlässe. 

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Wenn die Abendsonne die Gassen und Häuser in warmes Honigmelonengelb taucht, wenn es nach Crêpes und Nasi Goreng riecht, wenn sich grosse und kleine Kinder erwartungsfroh im Halbkreis auf den Boden setzen, wenn jongliert, parliert und musiziert wird – dann ist das Buskers im Gang. Nie ist Bern so herzlich wie während dieser drei Abende im August. Nie sieht man in der Stadt so viele glückliche Gesichter wie dann.
 
Das Buskers wurde stetig grösser und lauter, es mauserte sich zu einem Grossanlass mit einer beachtlichen Wertschöpfung. Die rund 70’000 Besucherinnen und Besucher dürften – ganz grob geschätzt – zwischen 6 und 10 Millionen Franken ausgeben. Leider hat sich das Buskers auch „eventisiert“, d.h. es zieht immer mehr Leute an, die mit Strassenmusik, Akrobatik und Co. nichts anfangen können. Das gleiche Phänomen kann man bei der Museumsnacht und beim Zibelemärit beobachten.
 
Jenen Leuten geht es um etwas anderes: Sie wollen Party machen – saufen. (Die meisten Beizen in der unteren Altstadt sind am Buskers-Weekend bis 3 Uhr morgens offen. Die Gastronomen stehen deshalb auch in der Pflicht.) Das Partyvolk lärmt. Die Bands müssen entsprechend lauter sein, sonst haben sie bei viel Publikum und grosser Geräuschkulisse keine Chance. Also werden ihre Konzerte inzwischen verstärkt. Das hat den Charme dieses Festivals deutlich reduziert, keine Frage. Und es stört offenbar Anwohner in der Altstadt.
 
Die Frage ist: Stört es ein paar Dutzend, ein paar Hundert oder tatsächlich alle Anwohner, wie der „Bund“ mit seinem reisserischen Titel suggeriert. Ungut, wie er so Stimmung gegen diesen Anlass macht, sich auf eine einzige Quelle stützend. Tatsache ist: 2015 ging bei der Polizei keine einzige Lärmklage ein. Das spricht Bände.
 
Was Lärm bedeutet, erfuhr ich, als ich noch sehr jung und knapp bei Kasse war: Ich wohnte an der Badenerstrasse in Zürich, es ging kurz nach 6 Uhr los und klang gegen 23 Uhr ab, 22’000 Verkehrsbewegungen täglich. Die Fenster waren schlecht isoliert und die Wände vibrierten, wenn Lastwagen vorbeidonnerten. Und so ging es 365 Tage pro Jahr. Das, liebe Freunde in der Altstadt, lieber Zuspitzer auf der „Bund“-Redaktion, das ist L ä r m b e l a s t u n g.
 
Das Buskers in Bern findet pro Jahr einmal statt, es dauert drei Abende jeweils von 18 bis 24 Uhr und um Mitternacht ist auch wirklich Schluss. Was hernach lärmt, sind ein paar Tausend Leute in der unteren Altstadt, die noch nicht nach Hause wollen. Aber ach herrje, es gibt ja noch die Fasnacht: Nochmals drei Abende Lärm bis 3 Uhr in der Früh. Man stelle sich vor, YB würde Meister – dann käme noch ein siebter Abend hinzu. Unerträglich!
 

Ironie beiseite: Was könnte man tun?

Es braucht Zivilcourage. Man muss mit den Leuten reden. Die Beizer sollen das Partyvolk zur Rücksichtnahme auffordern. Festivalbesucher und Altstadtbewohnerinnen, die sich gestört fühlen, sollen dasselbe tun. Anständig, aber mit klaren Worten. Das braucht etwas Mut und Autorität. Aber wenn Menschen zäme schnurre, ist das per se nicht schlecht.

Es gibt noch einen anderen Aspekt: Wenn die Welt drunter und drüber geht – Paris, Beirut, Brüssel, Nizza, München – , wenn die Glarners, Erdogans und Trumps ihr Gift versprühen, dann werden fröhliche und friedliche Feste wie das Buskers noch wichtiger.

 
Transparenz:

Meine Firma ist seit vielen Jahren Gönner des Buskers Bern. Ich bin also Partei und habe bislang alle Festivals miterlebt. Die diesjährige Ausgabe werde ich verpassen. Zugegeben, ich mochte das Buskers in seinen Anfängen, also es noch klein und ein Insideranlass war, lieber. Die riesigen Menschenmassen und der Partycharakter spätabends in einzelnen Gassen sind nicht mein Ding. Entsprechend gehe ich jeweils schon auf 17.30 Uhr ans Festival und gegen 22 Uhr wieder nach Hause.

Bern, Buskers Festival

Weshalb es das Polit-Forum Käfigturm braucht

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Womöglich gedeihen schlechte Ideen in dieser garstigen Jahreszeit besonders gut: So wollte ein Zürcher Medienkonzern vor genau sieben Jahren die Traditionszeitung „Der Bund“ einstellen. Unsere Antwort damals war die Kampagne „Rettet den Bund“.

Vor genau drei Wochen entschied die Bundeskanzlei, dass sie das Polit-Forum Käfigturm in Bern schliessen will. Ich war just bei der Bekanntgabe im Käfigturm und glaubte zunächst, mich verhört zu haben. Und dann gab ich den adaptierten Mörgeli: „Sind die eigentlich vom Affen gebissen?“

Das Polit-Forum Käfigturm ist kein elitärer Kulturtempel. Dort wird Politik und Geschichte vermittelt – anschaulich, konkret und klug aufgebaut. Die Ausstellungen überzeugen auf hohem Niveau, die Räumlichkeiten, ausgestattet mit viel Ambiente, werden aber auch fast täglich für Podien, Medienkonferenzen und andere Veranstaltungen genutzt. Ich durfte sie auch schon für eine Buchvernissage mieten.

Die Angebote des Käfigturms werden rege genutzt – gerade von zahllosen Schulklassen aus der ganzen Schweiz. Drei Jahre lang waren die Büros meiner Firma direkt nebenan und so konnte ich das Kommen und Gehen aus der Nähe beobachten. Was mir dabei immer wieder auffiel: der Gesichtsausdruck der Besucherinnen und Besucher. Menschen, die sich lieber die Kuppelshow „Der Bachelor“ anschauen, gucken anders in die Welt.

Der Besuch im Polit-Forum regt zum Denken und Diskutieren an. Es geht um politische Bildung, die an den Schulen seit Jahren nur noch kümmerlich vermittelt wird. Und jetzt wollen Rotstift-Gauchos diese Institution auf Ende 2016 schliessen! Das ist kurzsichtig und, mit Verlaub, einfach nur dumm. Die Hauptstadtregion Schweiz muss gestärkt werden. Bern braucht eine Institution wie das Polit-Forum, um die Akteure zusammenzuführen.

In Fronarbeit habe ich die letzten drei Wochen zusammen mit Walter Stüdeli, einem Berufskollegen, in langen Nachtstunden eine Kampagne entworfen. Sie heisst: „Rettet den Käfigturm“. Knapp 20 Persönlichkeiten sind bislang im Co-Präsidium des Komitees vertreten, z.B. Peter Stämpfli, Roger Blum, Steff La Cheffe, Röbi Koller und die beiden Berner Ständeräte Werner Luginbühl und Hans Stöckli, das Sujet kreierte Claude Kuhn, die Website von Andi Jacomet ist seit heute früh online.

Mit einer Online-Petition wollen wir sensibilisieren und Druck aufbauen. Die Aktion „Jeder Rappen zählt“ war gestern, jetzt gilt: Jede Unterschrift zählt. Danke fürs Verlinken, Weitersagen und Mitkämpfen.

Das Polit-Forum Käfigturm muss erhalten bleiben – weil es die Demokratie stärkt.

Die Rettungsaktion zugunsten der Zeitung „Der Bund“ hatte womöglich einen Einfluss auf die Entscheidung der Tamedia; sie wird weiterhin herausgegeben. Hoffen wir, dass es das Polit-Forum Käfigturm auch in sieben Jahren noch gibt. In der jetzigen Form.

 

P.S.   Weil das “Rettet-den-Bund”-Sujet von damals mit Kuno Lauener so viele Emotionen weckte, zeigen wir es hier noch einmal:

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Die Frauenstimme aus dem Nichts

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Genüsslich beisse ich in die Kirschenwähe der legendären Bäckerei Fürst (echte Berner sagen: “Chueche“), ein laues Lüftchen bläst mir ins Gesicht, die Sonnenstrahlen tanzen, es ist wunderbar still. Vor ein paar Minuten bin ich der Aare entstiegen, wo ich den murmelnden Steinchen zuhörte, der Körper fühlt sich angenehm frisch an, die Haut riecht nach Sonne, Sonnencrème und Flusswasser – mein „Marzili“-Ritual an Tagen wie diesen.

Plötzlich ertönt eine weibliche Stimme aus dem Nichts:
„Allo, kann misch jemand ören?“
Ich blicke um mich, entdecke aber niemanden. Höre ich schon Stimmen in meinem Kopf?, frage ich mich besorgt. Da – wieder:
„Allo, kann misch jemand ören?“

Ein Klopfen gegen Holz ertönt. Mir geht ein Licht auf, jemand muss eingeschlossen sein. Ich lasse den angenehm-kühlen Schatten hinter mir und gehe zügigen Schrittes der Stimme nach zu den Einzelgarderoben. Nr. 124 vibriert leicht unter den Schlägen, ein Schlüssel steckt.

Nun muss man wissen, dass im ältesten Freibad der Schweiz auch die Einzelgarderoben in die Jahre gekommen sind. Wind und Wetter haben die Holztüren stark gezeichnet, die Schlösser lottern. Wer den Schlüssel draussen stecken lässt, die Türe hinter sich zudrückt und sie von innen verriegelt, ist eingeschlossen, “rien ne va plus” – wie ein Naturgesetz. Ich muss es wissen, weil ich in der dritten Saison stolzer Mieter einer Einzelgarderobe bin. (Acht Jahre lang war ich auf der Warteliste.)

Doch zurück zur Frauenstimme aus dem Nichts.

„Ich mache Ihnen jetzt die Türe auf“, rufe ich. „Sind Sie angezogen?“
„Ja.“

Ich drehe den Schlüssel um vielleicht 20 Grad und die verwitterte Türe schwingt auf. Eine blonde Frau mittleren Alters tritt heraus, die Erleichterung ist ihr ins Gesicht geschrieben.
„Combien de temps avez-vous passé là?“ frage ich sie mit meinem Schulfranzösisch.
„Dix minutes. Aber isch abe einer Freundin telefoniert. Merci!”
Ich grinse: „De rien. Ich war einmal Pfadfinder!“
Sie verschwindet wieder in ihrer Kabine, dieses Mal mit dem Schlüssel.

Hätte Madame mich zum Dank zu einer Glace in die “Gelateria di Berna” (echte Bernerinnen sagen: “es Tschelati”) eingeladen, wüsste sie jetzt, was ich Ihnen/euch gestehe: dass ich mich schon zweimal in meiner Kabine eingeschlossen habe. Dabei musste ich viel länger warten als “Madame Allo”.