Mundart in ihrer urwüchsigen Kraft

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Gestern Abend entstand auf Twitter
aus dem Nichts heraus eine spassige Kooperation: Ein paar Leute stöberten in Kindheitserinnerungen und sinnierten über die Kraft der Mundart. Die Folge: Schöne, urchige, zum Teil schon weitgehend vergessene Worte in verschiedenen Dialekten purzelten in die Timeline. Und gleichzeitig lief auf Radio SRF1 das „Spassepartout“ mit Franz Hohler, fürwahr ein begabter Wortakrobat. Vielleicht eine Fügung.

Ich fände es schade, wenn diese kleine Sammlung „Schöne Worte“ nicht kuratiert (ha!) würde. Deshalb ein paar Müsterchen dieser Ad-hoc-Session, zu denen sich natürlich weitere gesellen dürfen:

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– pfuusä

– gigampfa

– umechessle

– kömmerle

– brösmele

– umechnuschte

– schnüfele

– chüschele

– grümschele

– ärfele

– umehootsche (herumkriechen)

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– Potz Heiland Dunner

– Khasch miar am Ranza hanga

– Chempe id Glungge schiesse

– Bisch e Durlips

– Hoofili, nid z roos (Vorsichtig, nicht zu fest!)

– Hurtigschwind warte

– Dr Mischt isch garettlet

– Ig chönnti grad jutze u holeie

– Dr Schnurre e Schupf gä

– Dr Salat fatigiere (Den Salat durcheinander mischen)

– Rugele schier ab em Schemeli vor luttr gigele

– Es Gnosch ha im Fadechörbli

– Zeige, wo dr Bartli dä Moscht holt

– Heit ihr Gigeli-Suppe gässe?

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– Fägnäscht

– Ranggifüdle

– Tschapadalpi (nie gehört, help!)

– Mürggu

– Chnorzi

– Himugüegeli

– Lumpelisi

– Ürbsi (Kerngehäuse des Apfels)

– Schnurepfluderi (Eine Fasnachts-Clique in Basel heisst auch so)

– Rätschbäse

– Schnudergoof

– Anggewegglimaitli

– Äckegstabi

– Chrüsimüsi

– es Bangseli (aus dem Fricktal; steht für Stiefmütterchen, also die Blume)

 

– ulidig

– dussä strubussets

– füddleschturm

Wie erwähnt ist das eine Auswahl, die ich alleine getroffen habe. Sie lässt sich beliebig ergänzen. Eine E-Mail reicht: mark.balsiger@border-crossing.ch – oder mit einer Twitter-Direktnachricht. Ich selber werde am Wochenende im Bücherregal nach Ernst Burrens Werken suchen.

Mitgewirkt haben bislang bei dieser Session folgende Mitglieder der Twitter-Community: annatinaheuss, cimnic13, fatimavidal, flugere, froumeier, Hofnaerrin, kmRunabout, KurFrau, Landeieiei, LisaMathys, MadMenNa, merzthurgau, michellebeyeler, PapstBischof, RegulaAeppli, RomanaGanzoni, SandroBrotz, SonjaHasler, vongreyerz, zoradebrunner, Caro (Nicht-Twitterin, aber auch nett), vinsanto und ich: Mark_Balsiger

Sollte ich jemanden vergessen haben: Asche über mein Haupt, bitte ne E-Mail schicken, danke.

One thought on “Mundart in ihrer urwüchsigen Kraft

  • 12. September 2016 at 13:53
    Permalink

    Falls Du noch weitere Deutschschweizer Ausdrücke sammelst, hier noch ein paar aus Bern:

    Ich würde ja im Berner Dialekt die Wörter phonetisch eher mit ä schreiben, aber wenn man in den Foren nachschlägt, wird meistens ein e verwendet.

    Pänggu, gänggele (gänggälä), kitsche (kitschä), hudle (hudlä), buttele (buttälä), pieschte (pieschtä), Guttere (Guttärä), Hudere (Hudärä), Ghüder, chüderlä, Chlüder, blüttle (blüttlä), Hudu, Mürgu, striele (strielä), moffle (mofflä), miesche (mieschä), chääre (chäärä), schlööfle (schlööflä), schaluus, Rhüme (Rühmä), bubele (bubälä), chosle (choslä)

    “Hudära” kann ich nicht übersetzen, ich habe es meinen Zürcher Kollegen schon mehrmals zu erklären versucht. Ich glaube, es gibt kein deutsches Wort dafür. Für alle anderen Begriffe kann ich Dir gerne die Übersetzung dazu liefern, falls Du es nicht verstehst.

    Liebe Grüsse
    Sandra

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